campus inter|national - Die Konzertreihe im Mediencampus Villa Ida


16. 03. 2019, campus inter|national #161, Jazz

 

 

 

Blind date on stage:

 

 

Heinrich Köbberling – dr

 

Nils Wogram – tb

 

Robert Lucaciu – b

 

 

 

Es ist wieder Zeit, Zeit für ein „blind date on stage“ – Heinrich Köbberling, Schlagzeug-Professor an der Leipziger Hochschule, bittet zum Tanz! Wie seine Mitstreiter, auf die er zum ersten Mal trifft, ist Heinrich Köbberling stilistisch außerordentlich vielseitig aufgestellt: neben Eigenem oder der langjährigen Zusammenarbeit mit Julia Hülsmann führt seine musikalische Vita Namen wie Jan Delay oder Lyambiko auf. Nicht zu vergessen: Aki & The Good Boys! Für sein „blind date“ hat er sich zwei der interessantesten Musiker Deutschlands ausgesucht: Nils Wogram, den vielfältig verorteten Posaunisten und Kollegen von der Hochschule Luzern, und den Leipziger Robert Lucaciu, Träger des Jazz-Nachwuchs-Stipendiums der Stadt Leipzig und der Marion-Ermer-Stiftung; Hoffnungsträger auf die Nachfolge von Klaus Koch und Peter Kowald am Kontrabass. Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise ins Unbekannte, erforschen einander im Dia- und Trialog.

 

 

 

 

 

13. 04. 2019, campus inter|national #162, Blüthner Classic

 

 

 

Tanya Gabrielian (USA)

 

 

Werke von Liszt, Beethoven, Stevenson, Schubert

 

 

 

 

11. 05. 2019, campus inter|national #163, Jazz

 

 

Xenophobia Quartett (D/USA)

 

 

 

Marius Moritz – p

 

Jonathan Strauch – ts

 

David Whitwell – tb

 

Steffen Roth – dr

 

 

 

Eine junge Band, die sich selbst als “transkontinentales Improvisationsbündnis” bezeichnet. 2015 als jazzige Reaktion auf die zunehmend fremdenfeindlichen Tendenzen und das Erstarken der Rechten in Europa wie den USA gegründet, setzen die vier Musiker auf das Verbindende in der Musik, verstehen sie als Anregung zum Gespräch, als Tür zu einem gesellschaftlichen Diskurs, der ansonsten kaum noch stattfindet. Das Quartett lotet das Spannungsfeld von komponierter und improvisierter Musik, so genannter Neuer Musik und Jazz aus und wartet dabei mit ebenso intelligenten wie überraschenden Ergebnissen auf, die auf seinen (bislang) zwei veröffentlichten CDs nachzuhören sind.

 

 

 

 

01. 06. 2019, campus inter|national #164, Jazz

 

 

Percussion Staff feat. Baby Sommer (ITA/D)

 

 

 

Marco Castiglioni – dr, conga, vib, mar, perc

 

Francesco d’Auria – dr, hang, perc, tamburi ad aqua

 

Mauro Gnecchi – dr, flauto armonico, perc

 

Pietro Stefanoni – dr, perc

 

Fausto Tagliabue – tb, mar, vib, perc

 

Baby Sommer – dr, perc

 

 

 

 

 

Sie gehörten zu den ersten internationalen Gästen von campus inter|national – vor mittlerweile fast elf Jahren. Inzwischen gibt es dieses außergewöhnliche Schlagzeugensemble um Francesco d’Auria und Baby Sommer seit 35 Jahren: Die zauberhafte Welt der Perkussion, die fortgesetzte Suche nach neuem Klang aus den verwendeten Instrumenten, die traumwandlerische Verbundenheit der Musiker – all das macht Percussion Staff so einzigartig. Zum Lied der Elemente aus Trommelfellen, Holz, Metall, Wasser gesellt sich der melodische Klang von Marimba und Vibraphon, Trompete und Flügelhorn, Pfeife und Muschel und menschlicher Stimme, verbinden sich zur Musik einer Sommernacht, die nach Meer und Oliven duftet, in der man das Sirren der Grillen und Zikaden hört …

 

 

 

 

 

08. 06. 2019, campus inter|national #165, Blüthner Classic

 

 

Dimitri Sin (RUS)

 

 

Werke von Schumann (Davidsbündlertänze), Skrjabin, Rachmaninov (Sonate op. 28)

 

 

 

 

29. 06. 2019, campus inter|national #166, Jazz

 

 

OM (SUI)

 

 

 

Urs Leimgruber – ss, ts

 

Christy Doran – gt

 

Bobby Burri – b

 

Fredy Studer – dr

 

 

 

Eine Kultband vergangener Tage und Jahre, die vor einem reichlichen Jahrzehnt und nach 25 Jahre währender Pause zu Neuem aufgebrochen ist – OM. Das Schweizer Quartett begeisterte in den 1970er Jahren, weil es wahrlich authentisch Rock und Jazz zusammenführte, eine Fusion schuf, in der nicht – wie sonst meist – der Jazz im rockigen 4/4-Takt ersäuft wurde, sondern Coltrane, Coleman, der Free Jazz tatsächlich gleichberechtigt neben den Beatles oder dem elektrisierenden Jimi Hendrix standen. Als man sich 1982 trennte, gingen Christy Doran, Urs Leimgruber, Bobby Burri und Fredy Studer ihre je eigenen musikalischen Wege, bis man 2006 wieder zueinanderfand. OM hat die Energie der Rockmusik mit der Kraft der freien Improvisation vereint. Bert Noglik formulierte es in einer Laudatio zur Luzerner Kunstpreisverleihung so: "OM brachte die Erfahrungen einer jungen, mit den Beatles und den Rolling Stones aufgewachsenen, von Jimi Hendrix elektrisierten und vom Free Jazz faszinierten Generation auf einen musikalisch sinnvollen Nenner."

 

Im Mittelpunkt der OM-Kompositionen steht die phantastische Kreativität der vier Musiker, die ihre jeweilige Instrumentaltechnik zur Perfektion gebracht haben. Da gibt es harte, dynamische Teile mit viel Drive, voll improvisatorischer Freiheiten, kaputter Harmonien und überraschender Dissonanzen. Doch es entstehen auch meditative, fließende Klangbilder, die von einer schlichten Musikalität zeugen.