Arbeit am Text - Text und Musik - ACHTUNG: Nicht für die Lyrik- noch die Jazz-Polizei!

 

Es war vor allem die Zusammenarbeit mit afrikanischen Lyrikern - das Gedicht ist nach wie vor Afrikas wichtigste literarische Gattung - ,die Anfang der 1990er Jahre begann, die auf die Zusammenführung des Worts mit der Musik drängte, daneben immer wieder (auch aufarbeitende) Erlebnisse zum Beispiel der Jazzoetry, der Dub Poetry, Peter Rühmkorfs und anderer.

Mit Baby Sommer, Uwe Kropinski und Katharina Sommer hat sich über die Jahre ein Quartett herausgebildet, das mehr ist als nur die Summe der vier Mitglieder. Ein ausgesprochenes Glück!

Text und Musik begann nach Jahren der Duo-Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Lyriker Lesego Rampolokeng, den ich übersetzend und moderierend begleiten durfte. Dieses Format kam irgendwann an sein Ende und aus der gemeinsamen Überlegung um Alternativen entstand das Quartett "The Spaces Between" mit Baby Sommer und dem viel zu früh gegangenen Johannes Bauer an der Posaune, dem - leider - keine große Haltbarkeit beschieden war. Während die Zusammenarbeit mit Rampolokeng endete, verstetigte sich die Gemeinsamkeit mit dem "Doyen der teutonischen Schlagwerker" (wie ein israelischer Journalist Baby Sommer einmal bezeichnete). Wir begaben uns auf die Spuren des großen Anarchisten Erich Mühsam (zunächst gemeinsam mit dem Dresdener Cellisten Ulrich Thiem, der später durch den japanischen Bassisten und Cellisten Akira Ando ersetzt wurde), dann fand uns Heine. Darüber hinaus entwickelte sich das Duo-Programm mit Uwe Kropinski und Gedichten Peter Rühmkorfs.

Inzwischen gibt es auch ein weihnachtliches Programm: Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" von der Läuterung des Gier- und Geizhalses Ebenezer Scrooge!

Die Zusammenarbeit mit Baby Sommer findet aktuell ihre Fortsetzung und Weiterentwicklung in zwei weiteren Projekten - in dem Programm mit Falladas Roman "Wir hatten mal ein Kind", und seit Sommer 2020 im vom der Kulturstiftung des Landes Sachsen geforderten Programm "Nathan re-visited", das  die Ringparabel aus Lessings “Nathan der Weise“ zum Ausgangspunkt für musikalische wie sprachliche Assoziationen und Improvisationen nimmt. Durch die Verbindung verschiedener Texte (Günter Grass, Paul Celan, Peter Rühmkorf, Gottfried Benn u.a.) mit dem Originaltext der Ringparabel ergeben sich vielfältige und vielschichtige klanglich-musikalische sowie sprachlich-gedankliche Fragen  an die Sinnhaftigkeit der Ringparabel (“das Hohelied auf die Toleranz“) in heutiger Zeit.



 

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